Konfliktbehandlung

Wie ein Konflikt entsteht

Ein Konflikt entsteht z.B. dann, wenn ein Mitarbeiter zur Nachbereitung einen umfangreichen Besuchs­bericht in PisaSales schreibt und dabei den Termin mehrfach speichert. Der Connector identifiziert nach jedem Speichern eine Änderung des Termins und synchronisiert diesen mit der Groupware. Sind interne Mitarbeiter in den Termin involviert, erhalten diese eine Benachrichtigung über die Änderung. Wird die Änderung von den Teilnehmern angenommen, liegt auch eine Modifikation des Termins in der Group­ware vor. Das Gleiche trifft z.B. auch auf Termine zu, von denen Einladungen ausgehen. Wird dieser Ter­min weiterbearbeitet und die Bestätigung der Teilnehmer gehen in der Groupware ein, liegt ebenfalls eine Modifikation des Termins in der Groupware vor.

Der Groupware-Connector prüft, ob ein Termin seit der letzten Synchronisation in beiden Systemen geändert wurde. Ist das der Fall, wird der Synchronisationsstatus auf "Konflikt" gesetzt. Dieser Status muss manuell zurückgesetzt werden. Dafür steht die Funktion "Export -> Konflikt lösen" am Termin-For­mular und in den Listen zur Verfügung. Solange das nicht passiert, wird der Termin nicht wieder synchro­nisiert.

Synchronisationsstatus, Konfliktstatus

Für die Konfliktbehandlung wird am PisaSales-Termin ein Synchronisationsstatus geführt. Der Group­ware-Connector prüft, ob ein Termin seit der letzten Synchronisation in beiden Systemen geändert wurde. Ist das der Fall, wird der Synchronisationsstatus auf Konflikt gesetzt. Dieser Status muss behan­delt werden. Solange das nicht passiert, wird der Termin nicht wieder synchronisiert.

Ist ein Synchronisationskonflikt aufgetreten, wird er in der Statusbar des Termins durch ein Konfliktsym­bol visualisiert. Der Konflikt kann mit einem Klick auf das Warnsymbol behandelt werden.

Der Synchronisationsstatus kann auch am Termin im Reiter Zusatzdaten, Feld Sync.-Status als Textein­trag oder in der Groupware-Liste des Entry Portals (Ansicht "Groupware") als Symbol angezeigt werden.

Der Status kann die in der Tabelle angegebenen Werte annehmen. Jeder Status ist durch ein Symbol dar­gestellt.

Symbol

Synchronisationsstatus

Nicht exportiert

Konfliktbehandlung

Export PisaSales -> Exchange

Import Exchange->PisaSales

Konflikt

Termin ist von der Synchronisation ausgeschlossen, automati­sche Nachricht an den Zuständigen, Maßnahme: Funktion "Export -> Konflikt lösen" im Kontextmenü ausführen

Fehler

Termin ist von der Synchronisation ausgeschlossen, automati­sche Nachricht an den Zuständigen, Maßnahme: Termin erneut bearbeiten und speichern oder Funktion "Export -> Konflikt lösen" im Kontextmenü ausführe

Synchronisationskonflikt

Wird in der Statusbar am Termin angezeigt (Hyperlink)

Automatische Konfliktbehandlung

Synchronisationskonflikte können vom System automatisch aufgelöst werden, wenn das Feature einge­stellt ist.

Info

Admin: Das Feature wird vom Administrator über die Option "Konfliktbehandlung" in der globalen Groupware-Konfiguration (Menü Administration-> Datenaustausch-> Groupware-> Globale Groupware-Konfiguration) eingeschaltet. Die automatische Konfliktbehandlung löst sowohl Timing-Konflikte (das sind ca. 80% der auftretenden Konflikte, wenn z.B. innerhalb eines Synchronisations-Zyklus der Termin in PisaSales noch bearbeitet wird und in der GW eine Teilnehmer-Zusage eingeht) wie auch echte Konflikte (z.B. Änderung im Beschreibungsfeld in PisaSales und Exchange innerhalb eines Sync.-Zyklus).

Hinweis: An der Option muss angegeben werden, welche Seite im Konfliktfall dominiert. Die Einstellung wirkt sich nur auf echte Konflikte aus. Die automatische Behandlung echter Konflikte hat zur Folge, dass Änderungen auf der nichtdominanten Seite verloren gehen. Beachten Sie diese Tatsache ebenfalls bei der manuellen Konfliktlösung.

Konflikt manuell lösen

Am Termin sehen Sie in der Statusbar, dass ein Synchronisationskonflikt besteht.

  • Klicken Sie das Symbol und synchronisieren Sie den Termin erneut. Alternativ verwenden Sie die Funktion Export -> Konflikt lösen. Der Synchronisations wird zurückgesetzt.
Attention

Achtung: Es gewinnt immer die "jüngste" Modifikation des Termins. Vorherige Modifikationen gehen verloren. Beachten Sie, dass die Ausführung der Funktion selbst eine Modifikation in PisaSales darstellt. Das bedeutet, der PisaSales-Termin gewinnt, falls nach Ausführen der Funktion "Konflikt lösen" keine Änderung mehr in der Groupware vor dem nächsten Synchronisations-Zeitpunkt stattfindet.

Im Konflikt- und Fehlerfall erhält der Zuständige des Termins automatisch eine Nachricht.

Info

Admin: Administratoren steht eine Konfliktbereinigungsliste zur Verfügung unter Administration/Werk­zeuge/Datenaustausch/Groupware/Aktivitäten (Synchronisationsstatus). An den Listen sind Filter aus­wählbar, um unter anderem Konflikt- bzw. fehlerbehaftete Termine aufzufinden.

Wie Sie Konflikte vermeiden

Beachten Sie folgende Regeln und Empfehlungen, um Konflikte bei der Terminbearbeitung zu vermei­den:

  • Setzen Sie den Termin-Status auf Stattgefunden und speichern Sie den Termin, bevor Sie Ihren Besuchsbericht schreiben. Stattgefundene Termine werden nicht mehr synchronisiert.
  • Falls Sie einen Termin neu anlegen oder einen Termin kopieren, tragen Sie vor dem Speichern die wichtigsten Basisdaten, z.B. die korrekte Beginn- und Ende-Zeit ein. So verhindern Sie, dass ein Ter­min mit falschen Daten synchronisiert und Einladungen mit falschen Daten an die Teilnehmer versen­det werden.
  • Lassen Sie an internen Teilnehmern das Groupware-Flag für die Zeit der Bearbeitung des Termins inaktiv. Setzen Sie das Groupwareflag an externenen Teilnehmern erst, wenn die Terminvorbereitun­gen abgeschlossen sind! Damit wird bei möglicher Synchronisation keine Einladung versendet.
  • Wenn Sie einen Folgetermin anlegen, dann bitte sofort die richtige Zeit eintragen, bevor Sie den Fol­getermin das erste Mal speichern.

Unnötige Groupware-Synchronisationen

Unnötige Groupware-Synchronisationen werden verhindert.

Um zu verhindern, dass Termine bei nichtsichtbaren Änderungen (z.B. Zugriffsänderungen durch Verer­bung aus einem zugeordneten Vorgang) synchronisiert werden, tritt folgender Mechanismus in Kraft: Bevor ein Termin synchronisiert wird, wird ein sog. MD5-Wert (Message-Digest Algorithm 5) über alle sichtbaren Daten gebildet und mit dem MD5-Wert der letzten Synchronisation verglichen. Hat sich der Wert nicht geändert, wird die Synchronisation abgebrochen.

Hinweis: Es ist ein Vorteil und kein Spam, über die sichtbaren Änderungen am Termin automatisch infor­miert zu werden, z.B. am Terminzeitraum, am Ort, im Notizfeld (Ihre Sekretärin hat Informationen zur Flugbuchung oder zum Mietwagen oder am Anhang (die Agenda hat sich geändert) hinzugefügt.
Terminaktualisierungen, die z.B. von MS Outlook versendet werden, müssen nicht beantwortet werden, falls bereits zugesagt wurde. In MS Outlook sind solche Aktualisierungen kenntlich am Info-Symbol im Posteingang und am Info-Text unter der Symbolleiste "Sie müssen auf diese Aktualisierung nicht antwor­ten. Ihr Kalender wurde automatisch aktualisiert. ...".