Zugriffssicherheit für Groupwarekonten

Im PisaSales-Postfach werden alle(!) E-Mails und Nachrichten (Termineinladungen) aus dem Groupware­konto des eingeloggten Anwenders angezeigt. Nur die synchronisierten E-Mails (in der Regel die dienstli­chen) werden im CRM-System abgelegt.

Hinweis: Sorgen Sie ggf. dafür, dass in der Groupware nicht unbedingt "alle" E-Mails im PisaSales Groupware-Postfach landen. E-Mails, die nicht unbedingt dienstlichen Charakter haben, können in der Groupware durch Filterregeln auf andere Ordner verteilt werden, die nicht im PisaSales Postfach ange­zeigt werden.

Zum Schutz des Zugriffs auf das Groupwarekonto über das Postfach in PisaSales sind Prüfungsmechanis­men implementiert, die prüfen, ob der Zugriff durch den angemeldeten User erlaubt ist.

Groupware-Passwortdialog

Für die Server-Konfiguration gibt es zwei Server-Properties, mit denen der Zugriff auf die Groupware-Kopplung kontrolliert und eingeschränkt werden kann. die prüfen, ob der Zugriff durch den angemelde­ten User erlaubt ist.

Die Properties

  • gwc.prf.ena
  • gwc.prf.dis

werden auf dem Applikationsserver im Serverproperties file "server.properties" verwaltet.

Sie gelten somit nur für den Applikationsserver, der mit der entsprechenden "server.properties"-Datei gestartet wird. Sie sind nicht im Repository abgebildet!

Groupware-Benutzer muss existieren

Beide Einstellungen erwarten Groupware-Login-Namen, die mit Semikolon (";") getrennt werden. Das sind genau die Namen, die in der Liste Administration/Kontakte/Groupware-Benutzer in die Spalte "Groupware-Benutzer" einzutragen sind.

Beispiele:

gwc.prf.ena=alice;bob;carla
gwc.prf.dis=Lothar Lehmann;Norbert Neumann

Beide Einstellungen arbeiten ohne Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung.

"alice", "Alice", "ALICE" usw. beziehen sich auf denselben Groupware-Login-Namen, also dasselbe Groupware-Konto.

Positivliste "gwc.prf.ena"

Diese Einstellung ist eine Postivliste ("Whitelist"). Ist sie gesetzt, dann darf nur auf genau diese Group­ware-Konten zugegriffen werden. Alle anderen Groupware-Konten gelten als nicht erreichbar.

Im Beispiel oben kann also nur auf die Groupware-Konten "alice", "bob" und "carla" zugegriffen werden.

Negativliste "gwc.prf.dis"

Diese Einstellung definiert eine Negativliste ("Blacklist"). Ist sie gesetzt, dann werden die aufgeführten Konten vom Groupware-Zugriff ausgeschlossen. Alle anderen Konten sind erreichbar.

Verwendung

Es ist sinnvoll, immer nur genau eine der beiden Einstellung zu definieren. Hat man dennoch beide Ein­stellungen definiert, dann sind nur die Groupware-Konten erreichbar, die in der Positivliste aufgeführt sind und die nicht gleichzeitig in der Negativliste enthalten sind.

Die Positivliste ist die stärkere Einschränkung. Möchte man den Zugriff gezielt nur auf wenige ausge­wählte Groupware-Konten erlauben, dann kann das damit leicht erreicht werden.

Die Negativliste kann genutzt werden, um einzelne ausgewählte Konten explizit vom Groupware-Zugriff auszuschließen, während allgemein alle konfigurierten Groupware-Konten erreichbar sein sollen.

Hinweis: Der Einsatz dieser Einstellungen ist im Vorfeld möglichst genau zu planen! Nachdem man das laufende System aktualisiert hat (Menü Entwicklung/Werkzeuge/Serverproperties vergleichen) erfordert jede nachträgliche Änderung in der Regel einen Neustart des Applikationsservers, mindestens jedoch ein erneutes Anmelden aller Benutzer.

Allgemein

Beim ersten Laden des Postfachs wird grundsätzlich geprüft, ob der Zugriff erlaubt ist. Das Ergebnis die­ser Prüfung wird an der Session gespeichert, so dass bis zum Ausloggen keine erneute Prüfung erfolgt.

  • Ein Anwender mit Domänen-Account und Desktop-Integration, also mit bestätigtem Single Sign-on, wird nie nach dem Groupware-Passwort gefragt.
  • Ein Anwender ohne Single Sign-on wird einmal nach dem Groupware-Passwort gefragt. Der Anwen­der hat höchstens drei Versuche, ein gültiges Groupware-Passwort einzugeben.

Für Domänen-Nutzer ist das Exchange- oder (Lotus) Domino-Passwort i.d.R identisch mit dem Kennwort für den Windows-Login.

Die Option "Passwort speichern" legt das Passwort permanent ab, wenn die Passwort-Prüfung erfolg­reich war. Dann unterbleiben künftige Abfragen, was insbesondere auch Anwender mit Nicht-Windows-Computern betrifft.

Sicherheit

Die Sicherheit ist gewährleistet. Selbst nach dem Zurücksetzen des PisaSales Login-Passworts (z.B. durch einen Administrator) wird beim Öffnen des Postfachs nach dem Groupware-Passwort gefragt.
Auch eine endgültig gescheiterte Zugriffsprüfung wird an der Session gespeichert, so dass beim erneuten Öffnen des Postfachs in derselben Session keine erneute Abfrage stattfindet. D.h., eine gescheiterte Zugriffsprüfung lässt das Postfach leer, es werden keine Datensätze geladen.
Der E-Mail-Import-Job hat mit dem Postfach(-Dialog) nichts zu tun und ist hiervon in keiner Form betrof­fen.

Attention

Achtung: Wie bei jedem Passwort gilt auch hier: Verwenden Sie keine trivialen Passwörter für die Anmeldung im System und teilen Sie das Passwort niemandem mit. Kennt ein anderer PisaSales-Anwen­der das Passwort Ihres PiSA-sales-Konto und meldet sich dort an (ohne das Passwort vorher löschen/ändern zu müssen) und ist dann noch ein gültiges Groupware-Passwort hinterlegt, kann das Postfach ohne Rückfrage geladen werden.

Tipp: Die Option "Passwort speichern" reduziert das Sicherheitslevel, prüfen Sie, ob das wirklich sein muss.
Am idealsten ist ein Szenario, bei dem alle Nicht-Admin-Anwender als PisaSales-Passwort "NOPWD" haben und nur über Auto-Login (single sign-on) ins System gelangen. Dann ist kein ungeschützter Zugriff auf das Postfach möglich.

Info

Admin: Prüfung wird mit "ok" bestanden durch:
- vorherige Prüfung in derselben Session war erfolgreich
- Session wurde mit einem validierten Domänen-Account gestartet, der gleichnamig zum PiSA-sales-Account ist -> "Single sign-on"(Desktop Integration erforderlich)
- ein früher permanent gespeichertes Groupware-Passwort, das nicht "NOPWD" lautet, wurde erfolgreich durch die Groupware bestätigt
- Anwender hat ein gültiges Groupware-Passwort eingegeben.