Konzept des Fixierten Zugriffs

In PiSA cubes wird das Interface PSC_IFC_FIX_ACC verwendet. Ein DTO, dass dieses Interface hat, erhält zusätzlich das Feld PSC_FIX_ACC. In dieses Feld können Zugriffe geschrieben werden, die dann immer auf den neuen Zugriffsstring (PSC_ACC) addiert werden. Dadurch kann man einem Kontakt dauerhaft Zugriff gewähren und dieser wird dann auch nicht durch die Zugriffsvererbung des Prozesses zerstört.

Im Zugriffsformular gibt es eine zusätzliche Spalte in den Unterlisten (Fixiert), wenn das zugrunde lie­gende DTO das Interface hat. In dieser Spalte wird ein Schloss dargestellt. Ist der Zugriff fixiert, ist das Schloss geschlossen, ansonsten offen. Per Hyperlink kann der Zustand getoggelt werden.

Hinweis: Um das Feature zu nutzen, ist ggf. ein PiSA cubes-Upgrade notwendig.

Das DTO PSA_ACT (Aktivitäten) verfügt vom Standard her über das Interface. Dadurch kann der Zugriff, den ein Benutzer dem Empfänger einer internen Nachricht oder dem neuen Zuständigen gewährt, dau­erhaft gegeben werden. Der Standard trägt den Zugriff zusätzlich in das Feld PSC_FIX_ACC ein.

Hinweis: Prüfen Sie ggf. immer, ob ein händisch erteilter Aktivitäten-Zugriff dauerhaft (fixiert) sein oder nur in der aktuellen Projektphase gültig sein soll (nicht fixiert). Ändern Sie bei Bedarf den Recordzugriff entsprechend.

Attention

Achtung: Der fixierte Zugriff einer Aktivität hat nichts mit dem Fixiert-Flag einer Aktivität vom Typ Auf­gabe, Termin oder Telefonat zu tun. Ersterer betrifft den Datensatz-Zugriff und wird in einem String-Feld hinterlegt, während das Fixiert-Flag ein Logikfeld ist, das eine bestimmte Regel für delegierte Aktivitäten bezüglich des Feld-Zugriffs bestimmter einstellbarer Felder ein- oder ausschaltet. Bei einer E-Mail hat das ggf. gesetzte Fixiert-Flag keine Bedeutung.
Der fixierte Zugriff wird zusätzlich zum Datensatzzugriff in einem separaten Feld außerhalb des Bereichs der Systemfelder hinterlegt und nach einer eventuellen Zugriffsvererbung zum neuen Zugriffsstring wie­der addiert.

Use case

Sie möchten Anwendern dauerhaften Lese-Zugriff auf eine Aktivität gewähren und gleichzeitig sicher­stellen, dass niemand anderes den als vertraulich geltenden Inhalt zu lesen bekommt.

Um das automatische Vererben des Projektzugriffs gemäß Prozessdefinition beim Erreichen gewisser Projektstatus auf die zugeordneten Aktivitäten zu vermeiden bzw. zu übersteuern, verwenden Sie an der Aktivität das Konzept des fixierten Zugriffs.

  • Im Zugriffsassistenten der gewünschten Aktivität müssen Sie die dauerhaft zu gewährleistenden oder zu sperrenden Zugriffe in der dazu jeweils passenden Positiv-Liste bzw. Negativ-Liste als fixierten Zugriff eintragen. Dabei erfolgt das Ein- und Ausschalten der Fixierung per Hyperlink auf das Schlöss­chen-Symbol in der ersten Spalte der jeweiligen Positiv- oder Negativ-Liste.
  • Sie können keine Bedingung der Art "gesperrt für alle anderen" formulieren, sondern müssen die Mit­arbeiter, die Sie ausschließen wollen, explizit als Mitglieder einer oder mehrerer Zugriffsgruppen angeben und die entsprechenden Einträge im Zugriff fixieren. Diese Zugriffe bleiben dann auch beim Vererben eines Projektzugriffs (z.B. beim Erreichen eines neuen Auftragsstatus) auf die Aktivität fixiert.
  • Das "Fixiertsein" des gewährten Zugriffs und der Sperre ist zuverlässig, weil es die Vorrangregel gibt, wonach beim Auswerten des Zugriffsstrings immer die Einträge der Negativliste Priorität haben.