Auftragsgenerierung aus vertrieblichen Verträgen

Zur Information

Die Generierung von Aufträgen aus Verträgen wurde bisher nur für den Service bereitgestellt. Sie unter­stützt die Durchführung und Abrechnung zyklischer Serviceleistung, wie z.B. Wartungen oder Inspektio­nen. Die Funktionalität war beschränkt auf

  • die Generierung von Serviceaufträgen entsprechend Abrechnungsintervall
  • die Überführung von Vertragspositionen mit Durchführungsintervall in den Auftrag nach speziellen Regeln (z.B. Wartungen, Inspektionen)
  • das Anlegen von Pauschalpositionen pro Serviceobjekt im Auftrag zur Vertragsabrechnung.

Diese Auftragsgenerierung wurde erweitert. 

Sie unterstützt nun auch die (z.B. monatliche, quartalsweise) Abrechnung von Positionen ohne Intervall, wie z.B. Lizenzen oder Dienstleistungen. Im Detail werden zusätzlich unterstützt:

  • die Steuerung, welche Vertragstypen vom Job erfasst werden
  • die Generierung von vertrieblichen Aufträgen
  • die Überführung von Vertragspositionen ohne Durchführungsintervall in den Auftrag (z.B. Lizenzposi­tionen)
  • die Änderung von laufenden Verträgen ohne Vertragsversionierung.

Überblick - Auftragsgenerierung vertrieblich

Auftragsgenerierung

Der Job „Aufträge für Verträge erzeugen“ (PSA_CRE_CTR_SVC_ORD) wird genutzt, um Serviceaufträge aus aktiven Verträgen in einem einstellbaren Planungshorizont, gesteuert von Einstellungen, am Vertrag zu erzeugen. Der Job kann über den neuen Parameter CTR_STY angewiesen werden, nur bestimmte Ver­tragstypen (Projekt-Subtypen) zu erfassen. Im Standard werden Service- und Wartungsverträge erfasst.

Am Vertrag selbst kann gesteuert werden, welcher Auftragstyp aus dem Vertrag generiert wird. Dafür gibt es zwei Selektionen im Reiter Abrechnung Bereich "Auftragserzeugung".

  • Vertriebsauftrag oder Serviceauftrag
  • Die Auswahl des Auftragstyps bietet für Vertriebsaufträge die Subtypen und für Serviceaufträge die Servicevertrags-Typen (SVC_ORD-Prozesse) an.

Am Vertrag gibt es zwei Reiter Aufträge (Service) und Aufträge (Vertrieb) zur Darstellung der generierten Aufträge. Am vertrieblichen Auftrag wird die Vertragskomponente über Vertrag dargestellt.

Die Auftragsgenerierung liefert aussagekräftige Auftragsstichwörter, die die Zeitspanne des Abrech­nungsintervalls ausweisen, z.B. bei quartalsweiser Abrechnung „Stichwort aus Vertrag (01.02.18-30.04.18)“.

Am Vertrag selbst gibt es die Funktion Aufträge erzeugen. Damit können alternativ zum Job die Aufträge interaktiv erzeugt werden. Die Funktion muss nach Neuanlegen und nach Veränderungen des Vertrags ausgeführt werden. Der Benutzer wird nach dem Statuswechsel des Vertrages auf aktiv automatisch daran erinnert.

Überführung von Vertragspositionen ohne Durchführungsintervall in den Auftrag

Bei vertrieblichen Aufträgen werden auch alle Positionen ohne Durchführungsintervall (Spalte Intervall = LEER) in die Abrechnungsaufträge übernommen. Dafür gelten folgende Regeln:

  • An allen Top-Positionen wird die Menge auf die Abrechnungsaufträge aufgeteilt, z.B.:

Menge im Vertrag = 12 Monate
Abrechnungsintervall = vierteljährlich
Menge im Abrechnungsauftrag = 3

  • Die Unterpositionen werden unverändert übernommen.
  • Im Auftragslieferumfang des vertrieblichen Auftrags ist das Lieferdatum eingeblendet. Das Positions-Lieferdatum wird auf das Auftragsbeginn-Datum gesetzt.
  • Das System gewährleistet mit einer Prüffunktion am Vertragslieferumfang, dass intervallbehaftete Positionen nicht in der Struktur von Positionen ohne Intervall vorkommen. Die Prüffunktion wird vor der Auftragsgenerierung ausgeführt und verhindert diese, falls der Lieferumfang regelwidrig aufge­baut ist.
  • Die Werteberechnung am Auftrag wurde derart erweitert, dass ein Auftrag einen negativen Auftrags­wert haben kann. Dadurch können Gutschriften abgebildet werden, z.B. bei Reduzierung des Ver­tragsumfangs in einem laufenden Vertrag. Negative Positions- und Auftragswerte werden bei allen Berechnungen im System (Drill-Down, Cockpit-Elemente usw.) berücksichtigt.

Hinweis: Serviceprojekte, die Vertragspositionen ohne Intervall bereits im Customizing gesondert behandeln, müssen angepasst werden!

Änderungen von laufenden Verträgen ohne Vertragsversionierung

PisaSales lässt jetzt Erweiterungen oder Reduzierungen an laufenden Verträgen ohne Versionierung zu. Dafür fügt der Benutzer Positionen hinzu (bei Reduzierungen mit negativer Menge) und trägt an der Position ein Startdatum ein. In der Kalkulationssicht des Vertrages ist das Startdatum auch zu sehen. Danach setzt er den Vertragsstatus auf Vertrag geändert.

Der Auftragsgenerierungsjob identifiziert den geänderten Vertrag und führt folgende Aktionen aus:

  • Berechnet für die hinzugefügten Positionen auf Basis des eingetragenen Startdatums die Differenz­menge bis zum nächsten regulären Abrechnungszeitpunkt und übernimmt diese in einen extra gene­rierten Auftrag. Das Auftragsstichwort des extra generierten Auftrags erhält als Postfix "CR" (Change Request).
Info

Admin: Löscht bereits generierte nichtfinale Aufträge in der Zukunft, falls die Steuervariable PSA_CTR_MOD_DEL_FUT_ORD = y gesetzt ist.

  • Generiert alle zukünftigen Aufträge neu
  • Setzt den Vertragsstatus = aktiv
Info

Admin: Löscht bereits (vom Termingenerierungsjob PSA_CRE_CTR_APM) generierte nichtfinale Termine, falls dies möglich ist. Die Termingenerierung wird i.d.R. nur im Serviceszenario verwendet.